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| Meine Reise durch Argentinien vom 27. Februar bis 27. März 2005 |
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Zurück im kalten Deutschland geschrieben am 27.03.2005 in München
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Seit einigen Stunden bin ich nun mit Schlafmangel und Jetlag wieder im kalten Deutschland und werde wohl erst morgen wieder zu irgendetwas zu gebrauchen sein.
Ein Glück, dass Montag Feiertag ist...
Fotos zu den Eindrücken folgen bald! |
Über den Río de la Plata nach Uruguay geschrieben am 24.03.2005 in Montevideo, Uruguay
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 B. A. -> Montevideo: 5h Fähre & Bus Nach unserer Abreise gestern früh aus dem heißen Norden Argentiniens, haben wir erstmal einige Stunden Zwischenstopp in Buenos Aires gemacht, da unsere Fähre erst um 19 Uhr abends ging und nicht Nachmittags wie wir dachten. So haben wir uns dann aufgemacht und noch ein bisschen Buenos Aires besichtigt, dass uns aber auch jetzt noch nicht wirklich überzeugt hat. Spät nachts sind wir dann nach einer anstrengenden Reise mit Fähre und Bus in Montevideo, der Hauptstadt Uruguays angekommen und haben uns gleich schlafen gelegt, da es mit der Zeitumstellung in Uruguay noch später war. Unsere ersten Eindrücke von Montevideo sind eigentlich ganz gut, es ist einfach um vieles kleiner und ruhiger als Buenos Aires, aber besonders spektakulär ist es auch nicht. Bei weitem einfach nicht vergleichbar mit den meisten europäischen Hauptstädten. Dennoch hat es auch sehr schöne Seiten. Eine Sache die uns recht schnell aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass hier viel mehr Leute mit einer Thermoskanne unterm Arm und dem Mate in der Hand rumlaufen als in Argentinien.  Ein Wahrzeichen von Montevideo Heute früh waren wir besonders davon überrascht, dass die Straßen beinahe wie leergefegt waren, was aber wohl an Ostern liegt, denn die Tage sind hier im katholischen Südamerika anscheinend noch mehr Feiertage als in Europa. Wir sind dann den ganzen Tag durch die Stadt gelaufen und haben einen ganz guten Eindruck von ihr bekommen. Morgen werden wir uns, bevor wir dann Nachmittags wieder nach Buenos Aires fahren, noch etwas am Strand sonnen und den Urlaub in Ruhe ausklingen lassen. Ins Meer werden wir wohl nicht gehen, denn das ist hier zwar etwas sauberer als in Buenos Aires, aber hier zu baden ist wohl nicht empfehlenswert. In Buenos Aires werden wir dann am Abend noch essen gehen und am nächsten Tag noch zwei, drei Stunden für Shopping haben, bevor wir uns zum Flughafen begeben und uns auf den langen Heimflug Richtung Europa machen. Von daher, bis bald und Viele Grüße aus Uruguay! :) Jona |
Die argentinische Seite der Cataratas de Iguazú geschrieben am 24.03.2005 in Puerto Iguazú, Argentinien
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Nach unserem wunderbaren Tag in Brasilien am Montag, haben wir den nächsten Tag ganz der argentinischen Seite der Wasserfälle gewidmet und sind nach dem Aufstehen direkt in den Nationalpark gefahren. Von der argentinischen Seite aus hatten wir wirklich, wie schon bereits von vielen Leuten gehört, die nähere Sicht auf einzelne Wasserfälle. Bei einer kurzen Fahrt mit einem Schnellboot über den Iguazú sind wir dann auch mehrmals unter einen der Wasserfälle gefahren und haben so das viele Wasser auch noch hautnah erlebt. Die Dusche, nach der wir wirklich von Kopf bis Fuß durchnässt waren, tat bei den Temperaturen aber auch unglaublich gut. Anschließend sind wir mit einer kleinen Fähre die den hier ca. 20 Meter breiten Fluss alle 10 Minuten überquert auf die kleine Insel San Martín gefahren.  Die argentinischen Wasserfälle Von dort konnten wir einige der Wasserfälle noch näher erleben. Der Circuito Superior bot uns dann anschließend nochmals eine andere Art das Naturschauspiel zu betrachten, denn hier ging man auf Stegen sehr nahe an der Kante der Wasserfälle entlang und konnte so auf der einen Seite sehen, wie das Wasser in seinen Bahnen dahinfließt, wohingegen auf der anderen Seite das Wasser von einem Moment auf den anderen viele Meter in die Tiefe stürzt. Bis dahin hatten wir mit dem Wetter sehr Glück, da eigentlich Regen für den Tag angesagt war. Nachdem wir dann den kompletten vorderen Teil der Fälle gesehen hatten, haben wir uns mit dem kleinen Touristenzug auf den Weg gemacht, den Garganta del Diablo, den größten aller Fälle hier zu besichtigen. Kaum waren wir dann 50 Meter gegangen, fing es an innerhalb von Sekunden strömend zu regnen. Wir konnten gerade noch unsere Regenjacken rausziehen, aber unsere Schuhe waren nach nur ein paar Minuten komplett durchweicht. Leider mussten wir uns dann auf den Rückweg machen, ohne den Höllenschlund von nahem gesehen zu haben, was wir sehr schade fanden, denn es wäre sicherlich unglaublich beeindruckend gewesen. Wir hatten ihn ja schon vorher aus der Ferne vom Hubschrauber und von der brasilianischen Seite gesehen. Als wir dann aber komplett durchnässt und verfroren im Hotel ankamen, waren wir doch glücklich, bei dem Regen nicht weitergegangen zu sein. Schon seltsam an einem Tag bei 40 Grad sich auf eine kalte Dusche zu freuen und am nächsten Tag eine heiße Dusche zu genießen, weil man total friert. Trotzdem war der Besuch der argentinischen Seite sehr schön und wir haben die Iguazú Wasserfälle von vielen verschiedenen Sichtpunkten kennen gelernt. |
Ein unvergesslicher Tag in Brasilien geschrieben am 21.03.2005 in Puerto Iguazú, Argentinien
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Unglaublich glücklich darüber, die Großstadt hinter uns gelassen zu haben und wieder etwas von der traumhaften Natur dieses Landes kennen zu lernen, landeten wir gestern Nachmittag (wieder einmal mit Verspätung) bei 36C in dem beschaulichen Ort Puerto Iguazú. Wir hatten bereits von mehreren Leuten gehört, dass die brasilianische Seite die mit dem besseren Panorama wäre und es schöner wäre erst mit der brasilianischen Seite das Abenteuer "Cataratas de Iguazú" zu beginnen. Abends haben wir dann noch das warme Klima (bei unserem Abflug in Buenos Aires hat es geregnet) in einem kleinen Lokal mit einigen Caipirinhas genossen.  Die Iguazú Wasserfälle aus der Luft Da uns die Klimaumstellung bei unglaublich hoher Luftfeuchtigkeit und krasser Hitze nicht einfach fiel, konnten wir diese Nacht auch nicht wirklich gut und viel schlafen. Wir sind dann relativ spät am morgen mit dem Bus nach Brasilien gefahren und dort beim Eingang zum Nationalpark ausgestiegen. Wir hatten uns davor schon in den Kopf gesetzt unbedingt den Helikopterflug über die Wasserfälle zu machen und wie der Zufall es wollte, standen wir direkt nach dem Aussteigen vor dem Ort, von dem die Helikopter starteten. Der Preis war glücklicherweise nicht ganz so schlimm wie befürchtet. Nachdem wir eine Weile gewartet hatten, ging unsere Reise und mein erster Helikopterflug los. Ich war gleich von Anfang an begeistert darüber, wie anders man, verglichen mit einem normalen Flugzeug, fliegt. Recht hoch drehten wir dann mehrere Schleifen über die Wasserfälle um sie von allen Seiten sehen zu können und ich war unglaublich beeindruckt von den ersten Eindrücken und meine Vorfreude auf die Besichtigung zu Fuß wuchs mit jeder Minute des Flugs, die auch nicht sehr zahlreich waren, denn nach zehn Minuten war das ganze Spektakel schon wieder vorbei. Der Flug hat uns wirklich traumhafte Ausblicke auf die Wasserfälle und den sie umgebenden Urwald ermöglicht. Dazu war es natürlich auch eine unglaubliche Erfahrung mit einem Helikopter zu fliegen.  Einer der vielen Wasserfälle Wieder auf dem Boden gelandet, begaben wir uns dann immer noch etwas euphorisch zu dem Parkeingang, wo wir leider erstmal einige Zeit warten mussten, da Montags der Park immer erst mittags öffnet, wie wir erfuhren. Mit dem Bus ging es dann in der Hitze von ungefähr 40C zu dem Startpunkt des Wanderwegs gegenüber der Wasserfälle. Wir schwitzten uns zwar die Seele aus dem Leib und die unerträglich hohe Luftfeuchtigkeit, gepaart mit der steilen Mittagssonne hat uns beinahe den Rest gegeben, aber die Aussicht auf die gewaltigen Mengen an Wasser, die sich durch den Urwald in die Tiefe stürzten war so beeindruckend, dass es jeden Tropfen Schweiß wert war. Ungefähr zwei Kilometer kämpften wir uns den Weg entlang um währenddessen immer wieder mal an einem Aussichtspunkt halt zu machen und die schöne Sicht zu genießen. Am Ende des Weges gelangten wir dann zum Garganta del Diabolo - dem Höllenschlund - dem gewaltigsten der Wasserfälle von Iguazú. Nach einigen Stunden beendeten wir dann am Parkeingang unseren Ausflug und waren unglaublich glücklich darüber, uns dieses wahnsinnig beeindruckende Naturschauspiel nicht entgangen lassen zu haben.  Exotische Vögel - Ein Tukan Die Entscheidung Iguazú an das Ende unserer Reise zu legen, bereuten wir nicht im geringsten, sondern waren eher glücklich darüber mit solch einem traumhaften Ausflug unsere Reise langsam zu beenden. Der heutige Tag war aber für uns zu dem Zeitpunkt noch lange nicht beendet. Auf uns warteten noch zwei weitere beeindruckende Attraktionen. Zu erst besuchten wir noch den Parque de los Avares, der direkt neben dem Iguazú Nationalpark liegt. In dem Park kann man eine wahnsinnig vielfältige Anzahl an seltenen Vögel und Schmetterlingen betrachten. Den Eintritt zu bezahlen überlegten wir uns zu erst zweimal, da es nicht billig war. Im Nachhinein hat es sich aber absolut gelohnt, da die Vögel - Aras, Papageie, Kolibris - und die Schmetterlinge wirklich sehr beeindruckend waren und uns noch mehr die Vielfältigkeit der Tiere und Pflanzen in dieser Gegend vor Augen führten.  Flug übers Itaipú Wasserkraftwerk Nachdem wir eigentlich schon mehr als drei mal so viel erlebt hatten, wie an manch anderen Tagen hier, ging es für uns noch mal ein bisschen weiter in Richtung Norden um in einem Flug mit einem Trike aus der Luft das Itaipú Kraftwerk und die Grenze zwischen Brasilien und Paraguay zu erkunden. Den halbstündige Flug machten wir in einem kleinen motorisierten Paraglider, das sich wohl Trike nennt. Diese Erfahrung war fast noch beeindruckender als der Hubschrauberflug, da man hier wirklich fast komplett frei in der Luft hängt und eine unglaublich gute Sicht auf alles hat. Die Wetterbedingungen waren perfekt und so konnten wir während dem Flug das größte Wasserkraftwerk der Welt (eine Zusammenarbeit zwischen Brasilien und Paraguay), die Brücke die Paraguay und Brasilien verbindet und die Landschaft der Gegend bewundern. Ich bin selbst jetzt, einige Stunden danach, noch total von dieser Erfahrung überwältigt und unglaublich froh darüber, diese Sache "mitgenommen" zu haben. Nach einem sehr langen und absolut unvergesslichen Tag in Brasilien wurden wir dann wieder von einem sehr freundlichen Taxifahrer nach Argentinien zurück gefahren. Es war zwar nur ein kurzer Einblick in das Land, hat mir aber sehr gefallen und wirklich Lust auf mehr gemacht. Die Leute waren auch hier wirklich unbeschreibbar freundlich und es war sehr interessant sich mit einigen unterhalten zu können. Nach diesem sowohl an Erfahrungen als auch für den Geldbeutel unvergesslichen Tag hier in Südamerika, freu ich mich schon darauf, morgen nochmals den Wasserfällen einen Besuch abzustatten. Diesmal werden wir zur argentinischen Seite aufbrechen und das Wasser wirklich zum Greifen nahe von einem Boot aus betrachten und wohl auch spüren. Da es hier aber extrem heiß ist und man keine Minute nicht schwitzt, freue ich mich auch schon wieder auf etwas kältere Gefilde und das Ausklingen unseres Urlaubs in Montevideo. Viele Grüsse soweit aus Puerto Iguazú bei immer noch ca. 30 Grad um 11 Uhr abends! Jona |
Die Stadt die sich schon im Namen widerspricht geschrieben am 19.03.2005 in Buenos Aires, Argentinien
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 Die breiteste Straße der Welt Buenos Aires, das Herz Argentiniens, in dem fast ein drittel der Argentinier (13 Millionen Einwohner im Großraum) wohnen verheißt im Namen eigentlich Gute Luft, die es aber nicht im geringsten bietet. Die Luft ist an den meisten Orten unerträglich und ein ruhiges Fleckchen sucht man hier die meiste Zeit vergeblich. Nach zwei Tagen in dieser Metropole muss ich sagen, dass ich mich unglaublich darauf freue morgen wieder abzureisen und wieder etwas von der wunderbaren Natur dieses Landes kennen lerne. Die schlechte Luft ist nicht das einzige, was hier im Kontrast zu etwas steht. Erschreckend ist auch wie nah hier Elend und Reichtum beinander sind. Man sieht hier wirklich oft ganze Familien auf der Straße lebend und ein paar Straßen weiter ist das noble Sheraton Hotel. Die Stadt ist, wie ja auch zu erwarten war, viel unpersönlicher als alle Orte die wir bisher in Argentinien kennen gelernt haben, wobei die Leute auch hier, immer hilfsbereit und freundlich sind.  Der weltbekannte Friedhof Recoleta So wurde ich heute in der Fußgängerzone wieder von jemand angesprochen der mir etwas verkaufen wollte und als er merkte, dass ich spanisch spreche, war er gleich überrascht und fragte uns wo wir herkommen und was wir denn suchen. Der Friedhof Recoleta war zwar einerseits sehr beeindruckend, da ich so etwas noch nie gesehen hatte, gleichzeitig war er aber auch irgendwie erschreckend. Die Gräber stellten meist pompöse Kapellen dar, die teilweise so groß waren, dass - würde man noch eine Küche einbauen - viele Leute hier eher darin leben würden als dort, wo sie jetzt leben. Eine andere Sache, die Buenos Aires extrem von München unterscheidet, ist der Verkehr. Hier haben Fahrzeuge Vorrang vor dem Menschen und wenn man nicht schnell genug wäre oder einfach etwas zu weit am Rand des Gehsteigs ginge, käme man wirklich schnell sprichwörtlich unter die Räder.  Das Armenviertel La Boca La Boca, der Stadtteil Buenos Aires in dem viele Arme leben und der besonders berühmt ist für seine bunten Häuser, war zwar interessant, aber auch von so vielen Touristen überlaufen, dass man sich schon fast fehl am Platz vorkam. So durch diese "Attraktion" geschleust zu werden, war doch etwas schade. Anschließend haben wir noch eine kurze Steppvisite in dem Stadium der Boca Juniors (dem bekanntesten Fußballclub Argentiniens) gemacht um einen Blick auf den Ort zu werfen, wo viele der Fußballbegeistern Argentinier oft ein paar Stunden ihres Wochenendes verbringen. Es war sicherlich eine Erfahrung Buenos Aires erlebt zu haben, aber irgendwie hat es das Bild von Argentinien, verglichen mit den Wochen zuvor in kleineren Städten, etwas negativ verfärbt. Um so glücklicher bin ich nun, dass wir morgen nach Puerto Iguazu aufbrechen und danach die letzten Tage in Montevideo verbringen. Von der Hauptstadt Uruguays erwarte ich mir ein bisschen mehr Ruhe und einen angenehmeren Aufenthalt. Auf Grund unserer Erfahrungen mit Hotel buchen in den letzten Tagen und da wir festgestellt haben, dass unser Aufenthalt in Iguazu und vor allem die letzte Nacht in Buenos Aires vor dem Abflug in die Osterwoche fallen, haben wir gestern einige Stunden damit verbracht, schon mal ein Hotel zu buchen. Im Reisebüro wollten sie uns das billigste Hotel für 55 Dollar andrehen, gut dass wir dann übers Internet eins (wenn auch schlechter, aber wohl passabel) für 15 Dollar gefunden haben. Ab morgen werden wir uns dann im Dreiländereck zwischen Brasilien und Paraguay in einem der nördlichsten Orte Argentiniens (unsere Reise haben wir ja im südlichsten Ort Argentiniens - Ushuaia begonnen) bei über 30°C die Seele aus dem Leib schwitzen! ˇSaludos de Buenos Aires! Jona |
Der Ausnahmezustand in Buenos Aires geschrieben am 19.03.2005 in Buenos Aires, Argentinien
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Am Donnerstag sind wir am frühen Abend in Buenos Aires angekommen. Wie bisher immer, hatten wir noch kein Hotel gebucht und haben uns bei unglaublich schwüler Luft und 27°C auf die Suche gemacht. Als wir von der Bushaltestellte, die relativ am Rande liegt, in den ersten Block im Stadtteil Retiro eingebogen sind, stießen wir auf einen riesigen Menschenauflauf. Auf de Bürgersteigen, auf den Straßen und einfach überall waren zehntausende Jugendliche mit Bier oder sonstigen Alkoholika in der Hand.
Aus den ruhigen Gebieten kommend, war das erstmal der extrem krasse Kontrast zu unserer bisherigen Reise. Da es schon fast dunkel war und wir mit dem schweren Gepäck unterwegs waren, haben wir uns sofort auf die Suche nach dem Hotel gemacht.
Die ersten 3 Hotels die wir abklapperten, waren alle komplett ausgebucht, was bei dem Menschenandrang hier (schlimmer als auf der Wiesn!) ja auch kein Wunder war. Hier erfuhren wir dann endlich auch einmal, was überhaupt los war: St. Patrick`s Day - Der irische Feiertag sorgte hier für überlaufene Straßen, Supermärkte, die die Türen zudrücken mussten, weil so viele Leute rein wollten und Bier kaufen wollten und leider eben auch überfüllte Hotels. Beim vierten Hotel hatten wir dann Glück und haben für die nächsten Tage noch ein Zimmer bekommen. Zwar nicht gerade billig, aber damit mussten wir nun leben.
Wie schon des Öfteren hier, kehrten wir mit einer kalten Dusche unter die Lebenden zurück und schauten dann gleich auf die Straßen um diesen Menschenauflauf mitzuerleben. Ein Bier war leider nirgends mehr zu bekommen und so blieben wir dann auch nicht mehr all zu lange dort und begaben uns dann recht bald ins Hotel.
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Die Tour nach San Martín des los Andes geschrieben am 16.03.2005 in Bariloche, Argentinien
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 Einer der sieben Seen An unserem letzten Tag nahe den Anden, haben wir uns noch mal für eine Tour entschieden. Von mehreren Leuten wurde uns die 7-Seen-Tour empfohlen, da man dort angeblich traumhafte Landschaften sehen kann. Gestartet in Bariloche ging es dann entlang des Nahuel Huapi Sees zum ersten Zwischenstopp in dem Städtchen Villa La Angostura. Vorbei an vielen Seen fuhren wir dann Richtung San Martín de los Andes, wo wir Mittagspause machten. Die Tour war insgesamt leider etwas enttäuschend, weshalb es eigentlich auch nicht viel zu erzählen gibt. Die Aussichtspunkte auf die Seen waren bei weitem nicht so beeindruckend wie die unmittelbare Gegend um Bariloche, der Reiseführer war mehr ein Entertainer als ein wirklich guter Reiseführer und wir sassen unglaublich lange im Bus um dann 2 Stunden in dem auch nicht so spannenden Örtchen San Martín de los Andes Pause zu machen. Vielleicht hatten wir uns, angeheizt durch die vielen Empfehlungen, zu viel erwartet.  San Martín des los Andes Im Allgemeinen waren aber alle Touren hier in dem Gebiet wesentlich schlechter als sonst. Der Reiseleiter, den wir bei unserer Tour auf der Península Valdés hatten, hat uns während der Tour an Hand von Karten und mit vielen Erzählungen auf spanisch und auf gutem Englisch in einem kleineren Bus mit wirklich interessanten Informationen versorgt, wohingegen die Tour hier in einem Reisebus stattfand und der Reiseleiter nur auf spanisch eigentlich nichts anderes machte, als irgendwelche Geschichten zu erzählen und die Argentinier im Bus zum lachen zu bringen. Naja, wir haben auch so viele schöne Seiten an der Gegend hier gesehen und für uns war das nun auch wahrscheinlich die letzte geführte Tour in diesem Urlaub. Morgen früh werden wir noch mal zeitig aufstehen und zu dem wunderschönen Aussichtspunkt schauen, an dem wir gestern mit dem öffentlichen Bus vorbeigefahren sind, bevor dann nachmittag unser Flug nach Buenos Aires geht und wir einen neuen Abschnitt in unserer Reise beginnen. Von da an können wir dann auf die langen Hosen verzichten und werden uns bei 27°C aufwärts in Buenos Aires, Puerto Iguazú und Montevideo rumtreiben. ˇHasta Luego! El Lieblo |
Der Lago Escondido und der Mate geschrieben am 15.03.2005 in Bariloche, Argentinien
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Obwohl der heutige Tag erst sehr spät begonnen hat, war er wirklich sehr erlebnisreich und von einigen schönen Eindrücken geprägt. Geweckt wurden wir heute früh auf deutsch per Telefon von dem lustigen Portier hier. Er hat uns schon am ersten Tag erzählt, dass er vor einem Jahr 3 Monate in München in einer Eisdiele gearbeitet hat und versucht auch immer so viel wie möglich deutsch mit uns zu reden. Wir haben heute seit einiger Zeit endlich mal wieder richtig ausgeschlafen und er hat uns freundlicherweise geweckt um uns zu sagen, dass wir noch 20 Minuten haben, wenn wir frühstücken wollen.  Der Circuito Chico? Trotz des regnerischen Wetters haben wir uns entschieden den Circuito chico zu versuchen, der anscheinend ein Muss für jeden Bariloche Besucher ist. Wir wollten diesmal darauf verzichten eine geführte Tour zu machen, da es hier in Bariloche ein recht weit reichendes Bussystem gibt. So haben wir dann relativ spät am morgen von der zentralen Bushaltestelle, 2 Blocks von unserem Hotel entfernt, den Bus 20 nach Llao Llao genommen. Unsere erste Fahrt in einem öffentlichen Bus hier in Argentinien! An der "Station" Puerto Pañuelo sind wir dann ausgestiegen und einfach mal die Straße weitergegangen, von der wir glaubten dass sie zu dem Circuito Chico führt, bzw. er ist. Ein Stückchen weiter kamen wir dann auch schon an die erste Kreuzung und da hier bereits die Beschilderung fehlte, blieben wir erstmal stehen. Am Anfang der Abzweigung nach links stand ebenfalls jemand, der gerade etwas in seinen Rucksack steckte und den wir auf Grund seines Mate gleich als Argentinier identifizierten. Er wusste auch nicht genau, wo lange und meinte aber eher links. Zu erst sind wir dann ein Stück alleine vorausgegangen, an der nächsten unbeschilderten Abzweigung hat er Argentinier, Luciano, uns dann wieder eingeholt und wir sind einfach mit ihm zusammen weitergegangen.  Mit Luciano am Lago Escondido Nach ein paar Metern hat er uns dann Mate angeboten, den er schon die ganze Zeit mit sich trug. So durften wir nun das erste mal hier in Argentinien an dieser "Zeremonie" teilnehmen und unseren ersten Mate probieren. Der erste Schluck war in der Tat - wie es oft auch berichtet wird - recht bitter, aber es hat trotzdem gut geschmeckt. Auf dem weiteren Weg haben wir uns dann lange mit ihm über Mate unterhalten und während er in uns immer mal wieder reichte, stellten wir gemeinsam fest, dass es eigentlich schade ist, dass man als Besucher in Argentinien eine solche Tradition kaum erleben kann, denn Mate kann man nicht einfach in einem Restaurant bestellen. Mate trinken hat hier viel mehr damit zu tun etwas - eben den Mate - miteinander zu teilen und so reicht man den Mate immer weiter an seine Freunde. Ob wir nun noch auf dem Circuito Chico liefen war so etwas in den Hintergrund geraten und als Luciano zu uns meinte, dass er gerne zu dem Lago Escondido (dem versteckten See) laufen will, haben wir uns ihm einfach angeschlossen. Dies wurde dann auch belohnt, als wir einige Zeit durch einen wunderschönen Bogen aus sich überlappenden art Bambusstangen liefen und dann durch recht dichten Wald zu einem Steg kamen, wo wir inmitten des Waldes den unglaublich malerischen Lago Escondido entdeckten. Diese ganze Wanderung, vorbei an vielen wunderschönen Seen und durch unglaublich grüne Wälder, bei einer recht hohen Luftfeuchtigkeit war wunderschön. Am Lago Escondido mussten wir uns dann aber langsam auch mal wieder Gedanken machen, wie wir nach Hause kommen wollen und fanden dann auf dem Busplan heraus, dass von der drei Kilometer entfernten Bahía Lopez in einer Stunde der letzte Bus für den nachmittag fahren würde. Der Weg bescherte uns noch einige schöne Aussichten und wir erreichten die Bucht genau rechtzeitig für den Bus. Die Busstrecke führte über einen anderen traumhaften und unbeschreiblich schönen Weg zurück und wir hatten während der Fahrt freie Sicht auf Seen, Berge und schöne an Steilhänge gebaute Häuser. Meine Meinung über Bariloche und den Landstrich hier hat sich seit meinem ersten Eindruck aus dem Bus bei der Ankunft um 180° gewendet und ich muss wirklich sagen, dass die Gegend hier definitiv die schönste ist, die wir auf unsere bisherigen Reise gesehen haben.  Wunderschöne Natur Die Natur hier ist unglaublich grün und malerisch und ich bin froh, dass wir uns heute dafür entschieden haben, keine Tour im Bus zu machen. Da wir uns mit Luciano so gut verstanden haben und er uns so freundlich zum Mate trinken eingeladen hat, haben wir in dann in Bariloche zum Essen eingeladen. Bei einem Churrasco hab ich mich dann lange mit ihm über die kulturellen und wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Argentinien und Deutschland unterhalten. Es ist für mich wirklich immer schockierender, mit wie wenig Geld die Leute hier auskommen müssen und wie viel sie dafür arbeiten. Es ist beinah schon pervers, wenn man sieht, dass man sich in Deutschland darüber aufregt, dass man 40 statt 35 Stunden in der Woche arbeiten soll, wenn hier die Leute für weit weniger Geld 65 Stunden in der Woche arbeiten. Hier kann oft ein Arzt - der normalerweise ja nicht gerade wenig verdient - sich nicht mal einen richtigen Urlaub in einem Hotel im eigenen Land leisten. Da kommt man sich schon etwas schäbig vor, wenn man weniger arbeitet, aber sich einen Urlaub auf einem anderen Kontinent leisten kann. Das Essen und die Gespräche mit Luciano waren sehr interessant und nachdem wir E-Mailadressen ausgetauscht hatten, hat er uns noch nach der Telefonnummer unseres Hotels gefragt, damit wir morgen Abend vielleicht noch mal ein Bier zusammen trinken gehen, bevor wir dann am Donnerstag nach Buenos Aires aufbrechen. Der Tag heute war wirklich sehr schön und der erste Mate hier, hat mein Vorhaben bestärkt, mir vor dem Rückflug Matezubehör und einigen Mate mitzunehmen. Dankend hat sich Luciano nach dem gemeinsamen Ausflug dann verabschiedet und wenn wir ihn morgen nicht mehr sehen werden, dann werden wir ihm zumindest noch das gemeinsame Erinnerungsfoto vom Lago Escondido per e-mail schicken können! Grüße, Jona |
Eindrücke aus der argentinischen Schweiz geschrieben am 14.03.2005 in Bariloche, Argentinien
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 Puerto Madryn -> Bariloche: 14h Bus Nach fast 14 Stunden anstrengender Busfahrt sind wir gestern früh in dem auch bei Argentiniern sehr beliebten Urlaubsort Bariloche angekommen. Schon im Voraus haben wir öfters den Begriff "Argentinische Schweiz" für diese Region und speziell den Ort Bariloche gehört. Auf unserer ersten Fahrt zum Busterminal fanden wir diese Bezeichnung irgendwie etwas fehl am Platz, da der Ort auf uns anfangs einen sehr dreckigen und heruntergekommenen Eindruck machte. Wie wir heute während einer Tour erfahren haben, war der Bereich den wir anfangs gesehen haben, ein recht neues Arbeiterviertel, wo all die Leute wohnen, die im zentraleren Teil Bariloches Häuser bauen, denn diese Stadt ist in den letzten Jahren um mehrere Tausend Einwohner gewachsen. Nach unserer Ankunft haben wir uns dann erstmal ein Hotel gesucht und uns mit einer unglaublich angenehmen Dusche wieder unter die Lebenden befördert. Anschließend haben wir uns ein wenig über die Gegend kundig gemacht und sind an dem Ufer des Lago Nahuel Huapi, an den Bariloche angrenzt, entlanggelaufen. Dabei haben wir dann einen Kerl mit einer Freundin gesehen, mit denen wir schon einige Zeit vorher in El Calafate (was ja einige hundert Kilometer weiter südlich liegt) im selben Bus die Tour zum Perito Moreno Gletscher gemacht. Wir haben uns dann zu Ihnen gesetzt und nachdem wir feststellten, dass sie aus England sind, haben wir uns Stunden dort mit Ihnen unterhalten. Anschließend haben wir uns dann noch fürs Abendessen in ein mexikanisches Restaurant verabredet. Dort haben wir dann einen wirklich interessanten und schönen Abend verbracht und anschließend in einem anderen Lokal noch ein paar Bier getrunken. Es hat mich fast ein bisschen neidisch gemacht, dass sie kein so engen Zeitplan wie wir haben und nach Bariloche weiter Richtung Nordwesten ziehen werden (den wir leider zeitlich nicht mehr untergebracht haben) und dann noch Bolivien, Perú und Chile sehen werden ... vielleicht überleg ich mir das mit dem nach Hause kommen wirklich noch mal! Wäre schon sehr verlockend einfach mit zu reisen ;) Es war wirklich schön mal hier wieder ein paar freundliche Leute aus Europa zu treffen, die auch auf der Reise durch Südamerika sind. Schon ein ganz schöner Zufall, jemandem plötzlich an einem nicht besonders besuchten Stück einer so weit entfernten Stadt aus heiterem Himmel über den Weg zu laufen.  Die Insel Coique Huapi Nach 3 wirklich kurzen Nächten, vielen Stunden im Flugzeug und im Bus und einigen Bieren gestern, war ich heute früh dann beim Aufstehen zur Tour in den Nahuel Huapi Nationalpark auch dementsprechend fertig. Nichtsdestotrotz war es ein sehr schöner Besuch in dem Nationalpark Nahuel Huapi. Besonders gut gefällt mir an solchen Touren immer, dass man auch erklärt bekommt, woher der Name des Parks kommt. Unser Reiseleiter erzählte uns, dass der Name aus der Sprache der Mapuché Indianer kommt, wobei Huapi Insel bedeutet und Nahuel der Name der Familie war, die auf dieser Insel in dem großen See hier lebte. Die ersten Spanier, die zu diesem Ort kamen, dachten dann der See heißt Nahuel Huapi und seitdem wir der See und der Nationalpark so genannt. Die Fahrt durch den Park hat sich leider an manchen Stellen etwas in die Länge gezogen, der Park selbst offenbarte uns aber viele schöne Ausblicke. Einen Stopp legten wir unter anderem ein, um einen traumhaften Blick auf die Insel Coique Huapi werfen zu können. Coique bedeutet so viel wie Herz und die Insel hat den Namen nicht, weil sie im Herzen des Sees liegt, sondern weil sie von der Spitze des nächsten Bergs betrachtet wirklich die Form eines Herzens aufweist. All die Gletscherseen in dem Park strahlten stets in einem glitzernden türkis, dass bei Sonnenschein zwischen den Wälder wirklich malerisch schön war. An vielen Stellen fühlte man sich etwas wie in den Alpen, aber es war eigentlich noch einen Tick schöner.  Der schwarze Gletscher Gegen Ende unserer Tour, haben wir noch den Glaciar Ventisquero Negro besucht. Das Besondere an diesem Gletscher ist die Farbe des Eises. Seine Größe ist bei weitem nicht vergleichbar mit dem Perito Moreno Gletscher, den wir vor kurzem gesehen haben, aber das Eis ist wirklich fast schwarz, weshalb er auch Negro im Namen trägt. Als ich hörte, dass wir einen "schwarzen Gletscher" sehen würden, war ich erst etwas skeptisch und dachte eher an dreckiges Eis, aber der Gletscher war dann doch beeindruckender als erwartet. Die Farbe des Eises entsteht sicherlich auch durch Dreck, aber der Hauptanteil kommt von dem Berg selbst, dessen Farbe schwarz ist. Wenn man nicht genau hinsieht, denkt man zu erst, das Eis sind Steine, weil sie wirklich fast die selbe Farbe tragen. Unsere ersten Eindrücke hier in der argentinischen Schweiz - was ich nun, da ich schon mehr von Bariloche gesehen habe und hier vieles wirklich an die Schweiz erinnert, schon eher als eine passende Bezeichnung sehe - waren sehr erlebnisreich und boten uns auch viele schöne Landschaftsbilder. Ich freue mich darauf die nächsten Tage noch mehr davon zu sehen und hoffe das Wetter bleibt warm und stabil. Morgen machen wir dann mal etwas ruhiger und müssen erst mal ausschlafen um was unternehmen zu können. Bis bald, Jona P.S.: Ich hab die Bestätigung - Mein Coldplay Ticket ist abholbereit!!! :) |
La Península Valdés geschrieben am 13.03.2005 in Bariloche, Argentinien
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 Seelöwen am Strand Nach einer kurzen Nacht ging es gestern um 07:30 Uhr mit dem Bus in Richtung Península Valdés. Unser Reiseführer erzählte uns von Anfang an recht viel über die Gegend hier und die Entstehung der Halbinsel - kompetent wurden wir auf spanisch und englisch mit detaillierten Informationen ausgestattet. Nach einem Stopp in Puerto Pirámides ging es auch dann schon zum Punta Norte, wo die ersten Tiere aus uns warteten. Die Gruppe Seelöwen konnte man leider nur aus der Ferne von einer Klippe aus beobachten, die Gerausche der Tiere konnte man allerdings auch bis dorthin hören. Besonders glücklich konnten wir uns schätzen, an dem Punta Norte nicht nur Seelöwen gesehen zu haben, sondern auch Orcas auf ihrem Beutezug erlebt zu haben. Der Reiseleiter erzählte uns im Vorraus, dass im März an diesem Punkt Orcas besonders oft anzutreffen wären, was aber natürlich keine Garantie dafür war, dass wir auch wirklich welche sehen würden.  Attacke der Orcas Wir sassen teilweise schon wieder im Bus, da es eigentlich hieß, dass wir in den nächsten Minuten abfahren, als der Busfahrer zurückgeeilt kam und uns mitteilte, dass Orcas am Strand sind. Wir eilten natürlich schleunigst zurück zur Klippe und konnten die Orcas genau in dem Moment erleben, als sie sich auf die Küste zu bewegten und versuchten einen der erst wenigen Monate alten Seelöwen zu erbeuten. Orcas jagen immer in Gruppen von 6-7 Tieren und die Führung übernimmt dabei das älteste Weibchen. In den Gruppen befinden sich auch immer mehrere Jungtiere, die so dass Jagen erlernen und das Jagdgebiet kennen lernen, das sich, laut unserem Reiseleiter, von Uruguay bis zur Antarktis über die komplette Atlantikküste Südamerikas erstreckt. Die Jagd der Orcas auf die jungen Seelöwen war sehr beeindruckend. Leider konnten wir auch hier nicht näher heran und deshalb keine all zu guten Fotos machen.  Ein Amarillo Während der ganzen Zeit, die wir dort am Punta Norte verbrachten, erregte aber auch ein anderes Tier an Land die Aufmerksamkeit der Leute. Das so genannte Amarillo (wegen seiner braunen Farbe), eine Art Gürteltier huschte ständig zwischen den Leuten umher. Die hier lebenden Tiere haben sich an den Besucherstrom gewöhnt und deshalb ihre Menschenscheu verloren. Bei einem Rascheln mit der Tüte, kamen sofort die Tiere, die sich in der Nähe befanden und erwarteten etwas zu essen. (Fotos von diesen lustigen Tieren folgen!). Nach unserem Besuch des Punta Norte ging es dann noch zur Caleta Valdés, wo wir unter anderem auch noch ein paar wenige Magellan Pinguine angetroffen haben. Da sich diese Pinguine teilweise am Abhang im Schatten ein gemütliches Plätzchen suchen, konnten wir hier etwas näher ran. Da die Saison der Pinguine aber schon fast vorüber ist, waren kaum noch Tiere anzutreffen. Nach der Tour wollten wir dann versuchen den Bus um einen Tag nach hinten zu verlegen um am nächsten Tag noch eine Tour zum Punta Tombo - einer der größten Pinguinkolonien der Welt zu machen - leider war das aber nicht mehr möglich. Die neusten Berichte aus Bariloche folgen morgen! Hasta luego, Jona P.S.: Zum Glück hab ich diesmal auch am anderen Ende der Welt mitbekommen, das Coldplay nach München kommt und hab mir gleich online eine Karte gesichert! Jetzt hab ich wohl doch einen Grund wieder zurückzukommen ... ;) |
An der patagonischen Atlantikküste - In Puerto Madryn geschrieben am 11.03.2005 in Puerto Madryn, Argentinien
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Nachdem wir nun schon recht lange keine großen Strecken mehr mir dem Flugzeug hinter uns gebracht haben, sassen wir heute die meiste Zeit des Tages in einem. El Calafate haben wir heute früh ohne größere Probleme verlassen. Als der Mitarbeiter von Aerolineas am Checkin zögerte und uns dann einige Zeit warten lies, befürchteten wir schon das Schlimmste, denn der Flug nach Trelew wurde schon vor unserem Reiseantritt gecancelt und in einen Flug über Buenos Aires geändert. Weitere Probleme waren damit eigentlich schon vorprogrammiert.  Die Skyline von Buenos Aires Das Ganze hat sich dann aber glücklicherweise zu unserem Wohlwollen aufgelöst, als wir die Tickets mit den Sitznummern 2A und 2B in der Hand hielten. Das bedeutete einen kostenlosen Erste-Klasse-Flug nach Buenos Aires, den wir dann auch aus vollen Zügen Champagner trinkend vor einem reich gedeckten Tisch in einem komfortablen Ledersitz genossen. Die Zeit verging wirklich wie im Flug und das Warten auf dem Weiterflug an dem uns inzwischen schon bekannten Jorge Newbery Flughafen war auch kein großes Problem. Das einzige was uns Sorgen machte, war die späte Ankunft in Trelew, da wir unbedingt für morgen noch eine Tour zur Península Valdés und für übermorgen den Bus nach Bariloche buchen wollten. In Trelew angekommen, haben wir mit einem Taxifahrer einen einigermaßen passablen Preis ausmachen können und sind direkt weiter nach Puerto Madryn (45 Minuten nördlich von Trelew) gefahren. Dort haben wir uns dann umgehend im Touristen Infocenter schlau gemacht und bei einem nahe liegenden Reisebüro eine Tour morgen gebucht. Die lustige Dame hat uns dann auch gleich noch ein Hotel vermittelt, einen Rabatt gewährt, uns gezeigt wo wir den Bus buchen können und sich ein paar Späßchen mit uns gegönnt. Der Terminplan ist nun etwas enger gesteckt als geplant, aber so nutzen wir die Zeit am besten aus. Morgen um 07:30 geht's dann los zur Tour über die Valdés Halbinsel, von der wir um 19:00 wiederkommen, was uns 2,5 Stunden Zeit lässt, bevor unser Nachtbus nach Bariloche geht, der dann am Sonntag früh ankommt. Da wir die letzten Tage mehr oder weniger etwas ausgespannt haben, werden die nächsten Tage dann wohl wieder etwas stressiger. Auch wenn wir nur kurz hier an der Atlantikküste Patagoniens verbringen, lohnt sich der Besuch auf jeden Fall. Es ist wirklich faszinierend, wie sehr sich die einzelnen Landstriche hier unterscheiden. Die Gegend hier scheint unglaublich trocken zu sein und es hat 25°C und viel Sonnenschein gehabt als wir angekommen sind. Neues von mir wird's dann wohl erst am Sonntag oder Montag geben. Bis dahin! Jona |
A change of plans geschrieben am 10.03.2005 in El Calafate, Argentinien
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Nachdem wir mit dem Visite Argentina Airpass die Möglichkeit haben, das Datum unserer Inlandsflüge hier beliebig zu verschieben, so lange an dem Tag ein Flug geht, haben wir gestern die Zeit, die wir hier zu viel für El Calafate eingeplant haben dafür genutzt unsere weitere Reiseroute zu überdenken. Wir haben uns dann entschieden unsere Zeit in Bariloche etwas zu kürzen und mehr Zeit in Buenos Aires zu verbringen, da wir hierfür eindeutig zu wenig Zeit eingeplant hatten. Hier in El Calafate haben wir gemerkt, dass es schade ist so lange an einem Ort zu sein, wenn es eigentlich nichts mehr zu sehen gibt, man aber weiß, dass es wo anders noch mehr zu sehen gäbe.  Da sich durch die Änderung des Flugplans nun zwei Aufenthalte in Buenos Aires ergeben haben, haben wir für die letzten Tage unserer Reise noch mal einen 2-Tages Trip nach Uruguay, in die Hauptstadt Montevideo gebucht. Wir haben hier in El Calafate ein Büro der Firma gefunden, die den Fährenservice zwischen Buenos Aires und Montevideo anbietet und als sie uns ein gutes Angebot gemacht haben, haben wir gleich zugeschlagen! Heute packen wir dann die Koffer und morgen geht es via Buenos Aires mit dem Flugzeug in die walisisch geprägte Stadt Trelew an der Atlantikküste. Von dort starten wir dann eine Tour zur Valdez Halbinsel. Besonders glücklich bin ich darüber, dass wir nun neben Chile noch einen kurzen Einblick in Uruguay bekommen werden! Hasta luego, Jona |
El Glaciar Perito Moreno geschrieben am 09.03.2005 in El Calafate, Argentinien
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 Patagonische Steppe Der gestrige Tag war ganz dem Nationalpark Los Glaciares und dem sich daran befindenden Perito Moreno Gletscher gewidmet und die Tour dorthin hat sich sehr gelohnt. Mit einem Minibus ging es Richtung Nationalpark und schon auf der Fahrt dorthin konnten wir an einigen Stopps wunderschöne Ausblicke genießen. Im Park angekommen, haben wir uns dann auf eine einstündige Wanderung entlang des Brazo Rico, einem Ableger des Lago Argentino, gemacht. Von dort konnten wir schon die ersten Blicke aus der Ferne auf den Gletscher erhaschen. Je näher wir kamen, desto klarer wurde uns, wie riesig und unglaublich breit dieser Gletscher doch ist. Die aus dem Wasser ragende Eismauer ist an der grössten Stelle ca. 70 Meter hoch, wobei sie noch mal über 100 Meter unters Wasser, bis auf den Boden des Sees reicht. Als wir am Ende unserer Wanderung auf der Spitze des Hügels vor dem Gletscher angekommen waren, hatten wir 2 Stunden zur freien Verfügung, bevor unsere Bootstour starten sollte. Nach einem kurzen Picknick sind wir dann den Weg zum Gletscher entlang gegangen. Der Weg schlängelt sich den Abhang herunter und zwischendrinnen befinden sich immer wieder so genannte "Balkone", von denen man freie Sicht auf die riesige Wand aus Eis hat.  Der Perito Moreno Gletscher Auf mich übte besonders die Farbe des Gletschers eine unglaubliche Faszination aus. Durch den Druck den die wachsenden und durch das ständige Knacken und Krachen schon beinahe lebendig wirkenden Eismassen auf die Spitze des Gletschers ausüben, ist die Wand an den meisten Stellen zerborsten und hat Risse in verschiedenen Größen in sich, die sich teilweise über die ganze Front erstrecken. Das Besondere daran ist ein wunderschönes hellblau, bis fast schon türkises Leuchten, as durch einige Ritzen aus der Tiefe des Eis schimmert und an manchen Stellen richtig leuchtet. Dieses visuelle und akustische Schauspiel haucht den Massen an Eis fast etwas geheimnisvoll lebendiges ein. Bei völliger Stille hört man ein dauerhaftes Knacken und Grollen aus den Tiefen der Eismassen. Ab und zu kündigt sich mit einem unglaublich lautem Donnern, gefolgt von einem lautem Krachen der Abbruch eines manchmal metergroßen Stücks Eis an, dass dann in einem beeindruckenden Schauspiel in das unvergleichbar türkise Wasser des Lago Argentino fällt und weite Wellen verursacht. Besonders bewundernswert finde ich auch, wie diese riesigen Eismassen hier herausstechen aus den Anden. Auf der Halbinsel, von der aus wir den Gletscher beobachten konnten, lag kein bisschen Schnee und einem gegenüber befinden sich Massen davon. Die Bootstour war dann leider nicht mehr so beeindruckend wie erhofft, da wir einen ziemlich weiten Sicherheitsabstand zum Perito Moreno halten mussten. Der Besuch dieses Gletschers war dennoch ein unglaublich spektakuläres Erlebnis. Davor hätte ich nie erwartet, dass Eis so beeindruckend, farbenfroh und beinahe lebendig wirken kann. Mal sehen, was die restlichen Tage in El Calafate uns noch bieten werden! Saludos, Jona |
Zurück in Argentinien - In El Calafate geschrieben am 07.03.2005 in El Calafate, Argentinien
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Nach einem etwas länger als geplanten Aufenthalt in Puerto Natales in Chile, sind wir heute früh in Richtung El Calafate in Argentinien aufgebrochen.  Puerto Natales -> El Calafate: 6h Bus Zurückgelassen haben wir einen kleinen, sehr beschaulichen Ort und ziemlich schlechtes Wetter. Bis auf eine kurze Unterbrechung hat es in Chile eigentlich nur geregnet und es war sehr windig. Zurückgelassen haben wir aber auch die Herberge "Scarlett", in der wir eine unglaublich freundliche Besitzerin kennen gelernt haben, die mir in einigen Gesprächen sehr viel über die Lebensweise in diesem kleinen Ort erzählt hat und uns in allen beraten und geholfen hat. Verglichen mit dem Hotel in Ushuaia, hat es mir hier doch um einiges besser gefallen, da es nicht so anonym war. So kam mir der Aufenthalt dort auch ziemlich schnell eher wie der Aufenthalt bei einer Gastfamilie während einer Sprachreise vor und die Zeit, die wir in Ushuaia verbracht haben, kommt mir fast schon wie vor Wochen oder Monaten vor. Vielleicht liegt es an der persönlichen Atmosphäre oder der langen Busfahrt hierher. Inzwischen bin ich immer glücklicher darüber, nach Südamerika gefahren zu sein. Im Urlaub seine Sprachfertigkeiten aufzubessern, wunderschöne Landschaften zu besichtigen und ein anderes Volk und dessen ganz andere Lebensweise und Lebenseinstellung kennenzulernen ist wirklich ein schönes Erlebnis. Schade, dass wir Chile schon wieder verlassen haben. Feuerland hat zwar landschaftlich einen besseren Eindruck bei mir hinterlassen, aber hier in Chile habe ich bisher wirklich nur sehr freundliche, offen und auch humorvolle Menschen kennen gelernt. Vielleicht werde ich ja bei meiner nächsten Südamerikareise (von der zwar in den Sternen steht, wann ich sie machen kann, aber sicherlich machen werde) noch mal die Möglichkeit haben, mehr von Chile zu sehen.  Unser Hotel in El Calafate Nach unserem, nur ein paar Tage dauerndem, Ausflug nach Chile, sind wir heute nachmittag nach ca. 6 Stunden Busfahrt bei strahlendem Sonnenschein in dem relativ kleinen Ort El Calafate angekommen. Der erste Eindruck steht sehr im Kontrast zu den anderen Orten denen wir bisher einen Besuch abgestattet haben. Alles ist hier sehr sauber und in den Vorgärten gibt es überall sehr gepflegte Rasen. Der Einfluss des Tourismus ist hier wohl doch um einiges stärker als in Feuerland. Nach der Ankunft haben wir auch recht schnell ein Hotel gefunden, dass ebenfalls sehr sauber und vor allem billiger als in Ushuaia ist. Das Hotel hat fast schon Motel Charakter, da man nicht erst am Empfang vorbei muss, sondern direkt durch den Hinterhof zu seinem Zimmer kommt. Besonders glücklich sind wir aber über das bessere Wetter. Obwohl es hier Anfang Herbst ist, kommt es einem vor wie Frühling und man bekommt fast lustig sich sportlich zu betätigen und Fußball spielen zu gehen ;) Wir haben uns jetzt dafür entschieden, uns den Stress nach El Chalten zu fahren (Insgesamt 10 Stunden Busfahrt) nicht an zu tun und die Zeit lieber hier zu verbringen. Für morgen haben wir schon die Tour zu dem weltberühmten Perito Moreno Gletscher inklusive kurzer Bootsfahrt gebucht. Am Mittwoch oder Donnerstag werden wir dann wohl noch eine größere Bootstour zu ein paar anderen Gletschern unternehmen. Nachdem wir aber erst vor ein paar Stunden angekommen sind, werden wir jetzt erstmal die Stadt erkunden und uns für morgen mit Vorräten eindecken. Bis bald, Jona P.S.: Mir geht's langsam wieder besser, nachdem ich jeden Tag mindestens 3 Tabletten nehme. Ich hoffe mal, die Gletscherbesuche und der Wind machen es nicht wieder schlimmer. |
Über die MagellanStraße nach Chile geschrieben am 05.03.2005 in Puerto Natales, Chile
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 Ushuaia --> Puerto Natales: 16h Bus Am Freitag haben wir den ganzen Tag im Bus gesessen und sind auf der unbarmherzigen Schotterpiste R3 bis ans nördliche Ende von Feuerland gefahren. Dort haben wir dann nach Stunden des Wartes bei meterhohem Wellengang die MagellanStraße mit einer Fähre überquert. In der Fähre hat man sich wie in der besten Achterbahn gefühlt und so bald man an Deck gegangen ist, musste man sich das nächste Geländer suche, da es unglaublich stürmisch war. Da wir wiedermals viel zu spät dran waren, hatten wir schon Angst unseren Anschlussbus nach Puerto Natales zu verpassen, als urplötzlich der Ruf "Puerto Natales" durch den Bus ging und wir in einer Nacht und Nebel Aktion mitten auf einer LandStraße am Standstreifen den Bus gewechselt haben. Wie immer waren wir einerseits verwundert und andererseits begeistert, wie die Argentiniern es immer wieder schaffen Stunden zu spät zu kommen, aber uns doch noch irgendwie dahin zu bekommen, wo wir hinwollen.  Auf chilenischem Boden In Puerto Natales kamen wir dann erst um ca. 23 Uhr an und hatten natürlich noch kein Hotel. Direkt beim Aussteigen liefen dann mehrere Frauen auf uns zu und boten uns Unterkünfte an. Wir waren erstmal total verwundert und verunsichert, aber nachdem wir zig Stunden im Bus verbracht hatten und es wirklich schweinekalt und windig war, haben wir uns dann für eine der Unterkünfte entschieden. Die freundlich Chilenin hat uns dann auch gleich für den nächsten Tag in der früh eine Tour in den Nationalpark Torres del Paine organisiert. Der Bus zu der Tour sollte in 6 Stunden fahren, von daher haben wir uns gleich ins Bett begeben. Unsere Skepsis hat sich dann im Laufe des Tages als unnötig erwiesen, denn sowohl die Tour war ganz gut, als auch die Unterkunft. In der Früh hatten wir richtig Glück mit dem Wetter und konnten relativ bald nach dem Losfahren die ersten Graufüchse, Guanacós und Ñandus bewundern und fotografieren. Bei den bedrohten Ñandus durften wir leider nicht aussteigen und konnten keine Fotos machen, aber die Guanacós und Graufüchse haben wir dafür glaube ich ganz gut erwischt ;)  Im Nationalpark Torres del Paine Am Nachmittag hat uns dann leider das Wetter die Tour etwas versaut. Bei Regen haben wir einen ganz schönen Wasserfall von einem der vielen Flüsse die durch den Park fließen, besichtigt. In strömendem Regen haben wir dann die Tour am Lago Grey beendet, in dem wir einige Eisberge fotografieren konnten die sich von dem Gletscher gelöst hatten. Der Bus war mal wieder viel zu klein für mich (wie hier fast alles ...), aber dafür hat der sehr kompetente und lustige Reiseführer das Beste daraus gemacht. Ich weiß nicht ob es an dem zunehmenden Sprechen oder an dem chilenischen Spanisch liegt, dass ich mich immer besser mit den Einheimischen unterhalten kann. Auf jeden Fall bin ich sehr glücklich darüber, da die Reise um so schöner ist, wenn ich nicht nur die Landschaft, sondern auch die Einwohner kennen lerne. Von Chile kann ich bisher sagen, dass es hier leider um einiges kälter ist, als es zuletzt in Ushuaia war, und dass alle Chilenen und Chileninnen die ich bisher kennen gelernt hab unglaublich nett und zuvorkommend waren. Wir werden morgen einen Tag Ruhepause hier in Puerto Natales in Chile einlegen, da ich schon seit ca. 2 Tagen mit Halsschmerzen und einer stärkeren Erkältung kämpf, die heute noch schlimmer wurde. Vorher waren wir dann in einer Apotheke um Arznei gegen die Halsschmerzen zu kaufen. Hier in Chile läuft das aber anscheinend etwas anders und so hab ich gleich noch eine kostenlose ärztliche Untersuchung bekommen ... da fragt man sich schon ... in Deutschland zahlt man 10€ bevor man den Arzt überhaupt sieht. Naja, auf jeden Fall hat der Arzt nach einem kurzen "Aaaa" mir dann auf einem Mix aus Spanisch und Englisch sehr ausführlich erklärt, dass ich anscheinend eine Infektion / Mandelentzündung hab und erstmal die nächsten Tage Tabletten schlucken darf. Mit dem Tag Pause morgen, an meinem Geburtstag, und der Arznei wird's mir dann aber bestimmt wieder bessern gehen und wir könnten wieder nach Argentinien fahren, wo wir als nächstes in El Calafate den Perito Moreno Gletscher anschauen wollen! Viele Grüße aus Chile, Jona |
Im Herzen Feuerlands - Tolhuin am Lago Fagnano geschrieben am 03.03.2005 in Ushuaia, Argentinien
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Der Lago Fagnano und der anliegende Ort Tolhuin, der schon im Namen die Bezeichnung "im Herzen" trägt, wird hier überall aufgrund seiner geographischen Lage als das Herz Feuerlands bezeichnet und war heute unser Ziel. Über die staubige und nur wenig befahrene Schotterpiste Ruta 3 ging es ca. 1,5 Stunden zu dem winzigen Ort am Kopf des Fagnano Sees, von dem wir uns eine schöne Aussicht, frischere Luft als in Ushuaia und vielleicht eine schöne ruhige Wanderung erhofften.  Tolhuin im Herzen Feuerlands Nach der Ankunft haben wir erstmal in der Panadería, dem zentralen Punkt Tolhuins, einen Kaffee getrunken und Churros (die ich das letzte mal vor 2 Jahren in Spanien gegessen hab -> nur zu empfehlen) gegessen. Da wir in keinem der wenigen Geschäften Kappen oder Hüte gegen die Sonne finden konnte, haben wir uns dafür entschieden die 3 Kilometer Weg zum See mit dem Taxi hinter uns zu bringen, das wir über den Besitzer der Panadería riefen ließen. Beim Aussteigen wurde uns schon bewusst, dass wir hier wohl nicht das Erwartete finden werden und baten deshalb den Taxifahrer vorsichtshalber uns hier uns in 4 Stunden wieder abzuholen. Nachdem wir dann 2 Stunden an dem wenig interessanten, wenn auch sehr ruhigen und entspannendem Ufer des Sees verbrachten, der uns wegen den vom Wind verursachten Wellen, eher wie das Meeresufer vorkam, entschieden wir uns dann bei dem Feriencamp, an dem uns der Taxifahrer abgesetzt hatte, zu fragen, ob sie ihm bescheid sagen können, dass wir wieder zurück wollen. Leider kannten sie die Nummer nicht und mir blieb nichts anderes als mit einem Lächeln zu sagen "Na gut, dann müssen wir eben laufen" und nachdem wir die Tür wieder geschlossen hatten, rief uns ein Typ "ˇHey chicos!" hinterher und bot uns an, uns bis nach Tolhuin mitzunehmen, wenn wir noch ein paar Minuten warten können.  Verlassene Häuser am Lago Fagnano Auf der Fahrt kam ich dann mit dem wahnsinnig netten Kerl aus Ushuaia ins Gespräch und er erzählte mir viel über den See und da er recht langsam gesprochen hat, hab ich ihn sehr gut verstanden. In dem See kann man, laut seiner Aussage, sehr gut fischen und der Rekord hier liegt angeblich bei einer 8kg schweren Forelle, was er ganz stolz berichtete, da es in Europa ja schon eine 2,5kg schwere Forelle auf die Titelseiten bringen würde. Als wir uns dann noch eine Weile über das Feriencamp hier unterhielten, erzählte er mir, dass hier viele Rentner Urlaub machen und fragte mich dann, ob ich weiß was ein jubilado (Rentner) ist. Ich meinte "Klar, dass sind die Leute die so viel Zeit zum Reisen haben", worauf er nur sehr lachte und meinte "Ja, da hast du recht. Sie haben all die Zeit, die uns fehlt". Während dem Gespräch hab ich erstmals Lob für mein Spanisch bekommen, wobei er mit der Aussage "Nicht viele Deutsche sprechen so gut spanisch" wohl doch etwas dick aufgetragen hat ;-) An der Panadería hat er uns dann wieder abgesetzt und wir haben uns dankend mit einem hier üblichen "Suerte" von ihm verabschiedet. Unsere Rückfahrt nach Ushuaia konnten wir zum Glück telefonisch um 2 Stunden vorverlegen, da wir in der kurzen Zeit schon festgestellt haben, dass Tolhuin wirklich nur wegen seiner geographischen Lage als Zwischenstopp auf der Ruta 3 zwischen Rio Grande und Ushuaia als das Herz Feuerlands bezeichnet werden kann. In der Panadería hier kommt man sich eher wie in einem Roadstop an irgendeinem gottverlassenen Highway im tiefsten Texas vor, so wie man es aus Filmen kennt. So viel aus dem argentinischen Tierra del Fuego! Wir werden heute noch packen und uns noch Vorräte besorgen, bevor wir uns dann morgen auf die 12 Stunden dauernde Busreise durch Feuerland und über die MagellanStraße nach Puerto Natales in Chile machen. Schade, dass wir diesen Teil von Argentinien schon hinter uns lassen müssen, denn die Landschaft war sehr schön, aber vor allem die Leute hier waren eigentlich immer sehr freundlich und hilfsbereit! Wie man richtig Mate macht, habe ich während der Busfahrt zurück auch noch von einem Argentinier erklärt bekommen, der hier für die Gemeinde Ushuaia arbeitet. Leider hatte so einen starken Dialekt, dass ich nur die Hälfte verstanden hab ... Naja, dafür bin ich nun um so mehr gespannt, wie die Menschen in Chile sind. ˇHasta luego! Jona |
El Parque Nacional Tierra del Fuego geschrieben am 02.03.2005 in Ushuaia, Argentinien
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Heute haben wir die geplante Tour in den Nationalpark von Feuerland gemacht. In aller Früh sind wir zu erst aufgestanden, bzw. haben aus dem Fenster geschaut, weil wir einmal den Sonnenaufgang über Ushuaia und Feuerland bewundern wollten, aber wir waren wohl leider schon zu spät dran, denn es war schon zu hell um noch aufzubrechen. Beim Frühstück haben wir dann einen freundlichen Deutschen kennen gelernt, der uns einiges berichtet hat über seine bisherige Reise durch Argentinien. Zum Glück, scheint unsere geplante und teilweise ja schon gebuchte Route, das beste aus der Zeit herauszuholen.  Nationalpark Tierra del Fuego Wir sind dann entspannt am Ufer des Beaglekanals zu dem Punkt gelaufen, an dem man Minibusse in den Nationalpark buchen kann. Der Busfahrer, der mich davor schon des öfteren in Marktschreiermanier gefragt hat ob ich in den Nationalpark fahren will und mich inzwischen schon mit "ˇChe, amigo!" grüsst, war natürlich begeistert, dass wir nun endlich seine Dienste annehmen und es ging auch gleich los. Der Nationalpark liegt etwa 15 Kilometer außerhalb von Ushuaia und wir haben uns für eine der leichteren Wanderwege entschieden, der im südwestlichen Teil des Parks, beinahe direkt an der Grenze zu Chile liegt. Dort haben wir dann so 3-4 Stunden in den wunderbaren Natur von Feuerland verbracht und neben Mooren und schönen Lagunen auch Biberdämme und Hasenbauten betrachten können. Am frühen Nachmittag standen wir dann vor der Entscheidung, entweder nach Hause zu fahren, oder doch noch die 6,5km lange Wanderung entlang der Lapataia Bucht und des Beaglekanals zu machen. Wir haben uns dann für letzteres entschieden, da ja noch genug Zeit war. der Weg war auch sehr schön und neben der sehr angenehmen Ruhe, war die Aussicht auch sehr schön, nach einiger Zeit waren wir aber fast so weit es zu bereuen, da es sich ganz schön in die Länge zog. Als wir dann am Ende des Weges an der Bucht ankamen, an der der Busfahrer anfangs eine andere Gruppe raus gelassen hatte, stellten wir fest, dass wir ein Problem haben... Die Rückfahrt sollte von einem anderen, nun über 8km entfernten Punkt stattfinden und die einzige Möglichkeit, noch nach Ushuaia zurückzukommen, bestand darin, zum nächsten Straßenkreuz zu gehen und darauf zu warten, dass der Bus hier vorbeikommt, was jede Stunde ein mal passiert. Da wir aber auf der Karte gesehen haben, dass dies wieder 1,5 km Fußmarsch bedeuten würde und wir eh schon am Ende waren, versuchten wir eine andere Lösung zu finden.  Windfahne im Nationalpark Ich fragte dann einen Mann, der wohl mit seiner Familie hier mit einem Minibus parkte und glücklicherweise gerade am aufbrechen war, ob sie uns nicht dieses Stück mitnehmen wollen. Zu erst lehnte er es ab, da das Auto voll sei. Als wir uns dann umdrehten, riefen sie dann aber, dass wir doch mitfahren können und es war zwar eine kurze aber sehr witzige Fahrt. Die Töchter hinten, in den Reihen vor uns löcherten uns mit Fragen nach unserem Alter, unserem Beruf und unseren weiteren Reisezielen, während der Vater ein wenig über Beckenbauer, den deutschen Fußball und die Weltmeisterschaft in Deutschland mit mir redete (bzw. er redete das meiste). Während wir uns unterhielten, ließen sie unter sich immer den Matebecher durchgehen. Als er dann hörte, dass ich 21 sei, meinte er das sei ein gutes Alter, genau so alt wie eine seiner Töchter, die natürlich alle lachten. Glücklicherweise trafen wir dann genau zum richtigen Zeitpunkt an der Straßenkreuzung ein, denn der Bus stand gerade dort und wir konnten gleich mit ihm weiter nach Ushuaia fahren, das, wie wir während der Fahrt feststellten, in Wirklichkeit viel größer ist, als es uns bisher erschien. Nach ca. 15 quer durch den Nationalpark gelaufenen Kilometern und über 7 Stunden werden wir jetzt dann unser wohlverdientes, reichliches Abendessen genießen. Das freut mich um so mehr, da wir sagen können, dass wir heute wieder einen tieferen Einblick in Feuerland bekommen haben und freundliche Argentiniern kennen gelernt haben! Morgen, bei unserem Ausflug nach Tolhuin und dem Lago Fagnano werden wir das Ganze etwas ruhiger angehen, denn ein Sonnenbrand UND ein Muskelkater zehren schon sehr! ;-) Bis bald, Jona |
Auf dem Beagle Kanal - Zwischen Argentinien und Chile geschrieben am 02.03.2005 in Ushuaia, Argentinien
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Unser Ausflug auf dem Beagle Kanal war traumhaft und hat sich in jeder Hinsicht gelohnt! Das Wetter wurde seit heute früh von Minute zu Minute noch besser, so dass wir die ganze Zeit im T-Shirt und mit Sonnenbrille rum gelaufen sind. Leider hab ich mir dabei auch gleich einen Sonnenbrand geholt :( Ich muss mich wohl erst noch an die Temperaturunterschiede gewöhnen hier ...  Idyllische Felsen im Beaglekanal Direkt nach dem Ablegen des Katamarans konnte man mit jedem Meter, den wir uns weiter vom Ufer entfernten, einen besseren Blick auf Ushuaia und die die Stadt umgebenden Berge bekommen. An der ersten kleinen Insel haben wir dann angelegt und nach einer kurzen historischen Einführung des Reiseleiters konnte jeder einen kleinen Rundgang über die Insel machen. Die Insel war jedoch nicht wirklich spektakulär, da es kein einziges Tier auf der Insel zu sehen gab, weswegen wir uns schon fragten, ob sich die 60 Pesos überhaupt gelohnt haben. Da waren wir aber etwas voreilig, denn gleich nach dem Ablegen von der Insel, steuerten wir auf die nächste Insel zu, auf der sich eine riesige Kormoran Kolonie befand, die sehr beeindruckend war. Zu dieser Jahreszeit sind die jungen Kormorane gerade dabei tauchen und fliegen zu erlernen. Danach wurde es sogar noch besser, als wir an eine weitere felsige Insel kamen, auf denen massig Seehunden auf dem faulen Pelz lagen und sich in der Sonne badeten. Da ihr Fell von der Sonne schon so getrocknet war, konnte man viele kaum von den Steinen unterscheiden auf denen sie lagen.  Der Leuchtturm Les Eclaireurs Der letzte Punkt des Ausflugs führte uns dann zu dem südlichsten Leuchtturm Argentiniens, der im Jahre 1919 gebaut wurde und inzwischen per Solarenergie mit Strom versorgt wird und sich automatisch einschaltet ... man mag es kaum glauben, dass es hier so was gibt, wenn man die heruntergekommenen Häuser sieht! Auf ein paar Felsen neben der Leuchtturminsel befand sich dann noch eine weitere Kolonie von Seehunden, die begeistert auf unseren Katamaran zu schwammen, als sie den Motor hörten. Der Kapitän hat den Motor dann immer wieder aufheulen lassen und die Seehunde sind begeistert ums Boot herum aus dem Wasser gesprungen und sind uns bei der Abfahrt dann auch ein Stück hinterher geschwommen. Nach 2,5 Stunden sind wir dann wieder Richtung Ushuaia gefahren und haben noch erklärt bekommen, dass der Beagle Kanal die Grenze zwischen Argentinien und Chile bildet. Als wir dann schon Ushuaia im Blick hatten, war westlich der Stadt über dem Wald einige grosse Rauchwolken, von denen wir uns fragten wo sie herkommen. Der Kapitän hat mir dann erklärt, dass der Rauch eigentlich Staub ist und von der Straße kommt, die zu dem Nationalpark von Feuerland führt. Trifft sich gut, dass wir morgen geplant haben, diesen Nationalpark zu besuchen! Für Donnerstag haben wir uns auch schon einen Platz in einem kleinen Bus gesichert, der uns in der Früh zu dem Ort Tolhuin am Lago Fagnano bringt. Dort können wir dann den Tag damit verbringen, eine kleine Wanderung zu machen und das Gebiet um den See zu erkunden. Nach dem Ausflug heute, hab ich inzwischen eine besser Sicht von Feuerland und der wunderschönen Landschaft hier. Ushuaia ist eigentlich auch an vielen Flecken eine schöne Stadt, aber der viele Verkehr und die teilweise sehr schlechte Luft trüben leider das Bild schon etwas. Jetzt werden wir dann in unsere Unterkunft schauen und erstmal was gegen den Sonnenbrand unternehmen... Hasta luego, Jona P.S.: Ich weiß noch nicht sicher, ob ich am Sonntag online sein werde, da wir zu dem Zeitpunkt höchstwahrscheinlich in Chile sind ... es war schon etwas peinlich, von der eigenen Mutter bei der Frage was denn am Sonntag sei, darauf hingewiesen zu werden, dass man da Geburtstag hat ;) Vor lauter Faszination, hab ich das ganz vergessen ... Naja, kommt vor! :) |
Angekommen am Ende der Welt geschrieben am 01.03.2005 in Ushuaia, Argentinien
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Wir sind endlich angekommen! Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt hat uns einen wunderschönen Empfang bereitet.  Der erste Blick auf Feuerland Der Flug über die MagellanStraße und der Anflug auf Ushuaia offenbarten uns eine traumhafte Sicht auf die Südspitze der Anden und des südamerikanischen Kontinents und vor allem eine wahnsinnige Vorfreude auf das Kommende. Anfangs stand unsere Reise schon in München unter einem schlechten Vorzeichen. Unser Flug nach Madrid hatte insgesamt 4 Stunden Verspätung - Dank der neuen EU-Richtlinie, haben wir dafür dann wenigstens ein kostenloses Weißwurstfrühstück bekommen. Die Verspätung hatte aber leider zu Folge, dass wir unseren Weiterflug nach Buenos Aires verpasst haben ... nach einigem Warten haben wir dann erfahren, dass abends noch ein Flug gehen soll und Aerolineas Argentinas haben das Ticket glücklicherweise noch umbuchen können. Der Transatlantik Flug verlief dann eigentlich trotz der Länge ganz angenehm und nach ein paar Stunden Schlaf erlebten wir einen wunderbaren Sonnenaufgang über Südamerika. Auf der einen Seite des Flugzeugs lag noch der dunkle Schleier der Nacht, die wir nun nach 10 Stunden Flug hinter uns gelassen hatten, wohingegen auf der anderen Seite auf dem noch dunklen Kontinent deutlich sehen konnte, wie sich der Amazonas durch den Urwald schlängelt. Die Verspätungen haben sich leider bis zu unserem letzten Flug Richtung Süden durchgezogen, so dass wir den ursprünglich um halb 6 geplanten Flug nun auch verpasst hatten. In Madrid hatten wir jedoch erfahren, dass um kurz nach 10 noch ein Flug nach Ushuaia gehen würde. So haben wir direkt nach dem Verlassen des Flughafen Ezeiza den nächsten Shuttlebus zu dem Inlandsflughafen genommen und dabei schon mal einen ersten Blick auf Buenos Aires bekommen. Die meisten Häuser sind hier wirklich extrem heruntergekommen. Auf der Fahrt sahen wir dann aber auch sehr viele Grünflächen. Der Verkehr war das absolute Chaos und dass wir heil angekommen sind, haben wir wohl den Reflexen des Busfahrers zu verdanken. Beim Abflug Richtung Ushuaia, hatten wir dann auch einen traumhaften Überblick über das riesige Buenos Aires mit seinen insgesamt 13 Millionen Einwohnern. Ich hab noch nie solch eine weitläufige Stadt gesehen. Wohin man auch blickt, überall am Horizont sieht man Häuser. Von oben verliehen die symmetrischen Wohnviertel der Stadt auch den Anschein von Ordnung - die man im Verkehr auf den Straßen nicht im geringsten sieht. Nach insgesamt fast 40 Stunden Reise, haben wir uns dann mit einem Taxi zum Tourismuszentrum fahren lassen. Auf der Fahrt erzählte uns der sehr freundliche Taxifahrer, dass er vor 27 Jahren nach Ushuaia kam um Urlaub zu machen und seitdem die Stadt nie wieder verlassen hat. Nach ein wenig Suchen, haben wir dann auch ein passables Hotel gefunden und ich konnte die wohl erfrischendste Dusche meines Lebens genießen.  Ushuaia - Südlichste Stadt der Welt Nachdem wir uns dann wieder einigermaßen menschlich fühlten, haben wir der "Innenstadt" dieses nur ca. 50.000 Einwohner zählenden Orts einen Besuch abgestattet und uns erkundigt, was man hier alles unternehmen kann. Die Busse für unsere Weiterfahrt sind in den nächsten Tagen ausgebucht, von daher werden wir noch bis Freitag in Ushuaia bleiben und das Gebiet hier erkunden. Für später ist eine Rundfahrt über den Beaglekanal geplant und morgen und übermorgen werden wir wahrscheinlich in den Nationalpark Tierra del Fuego schauen und einen Kurztrip zu den Seen nördlich von Ushuaia unternehmen. Gestern Abend genossen wir dann auch gleich unser erstes argentinisches Steak mit Rotwein aus dem argentinischen Nordwesten und es war traumhaft! Zuvor war ich noch skeptisch, da ich eigentlich kein Steakesser bin, aber dieses 2cm dicke Steak hat super geschmeckt. Ich bin wirklich gespannt was wir hier noch alles erleben in den nächsten Wochen und hab mich glaube ich (allein durch die vielen Verspätungen und Flugumbuchungen) an die sprichwörtliche "südamerikanische" Leichtigkeit angepasst und sehe es alles ganz locker. Ushuaia ist bisher ganz schön, wobei es ganz anders ist als erwartet. Es hat wunderschöne Flecken aber die Luft ist durch die vielen Autos schon sehr schlecht. (Man glaubt kaum, dass hier wirklich so viel Verkehr ist, bei so wenigen Einwohnern). Das Wetter ist dafür besser als angenommen - Die Sonne scheint, es herrscht kaum Wind und wir haben ca. 10-12°C, so dass man locker ohne Jacke rumlaufen kann. Ich freue mich jetzt schon sehr auf die Tour über den Beagle Kanal, dort werden wir dann an einer kleinen Insel halten und ne dreiviertel Stunde die Tiere auf der Insel besichtigen. Fotos folgen ;) Am Freitag geht's dann weiter nach Puerto Natales in Chile, wo wir den Nationalpark Torres del Paine anschauen wollen. Soviel vorerst vom anderen Ende der Welt! Hasta luego, Jona P.S.: Sprachprobleme hatten wir bisher noch keine allzu großen. Mit meinem gebrochenen Spanisch und Englisch kamen wir super durch! Allerdings hoffe ich, dass sich mein Spanisch noch bessert in der nächsten Zeit. |
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