Wochen später, aber nun endlich online: Der Bericht über die Reise nach Trujillo vom 25.09 bis 28.09
Huanchaco
So wie in Ayacucho die erwarteten Eindrücke über das Wirken des Sendero Luminoso in dem Gebiet so gut wie ausblieben, blieb auch in Trujillo der anvisierte Besuch der Fiesta Internacional de Primavera aus. Die Festlichkeiten ziehen sich dort zwar über zwei Wochen hin, die richtige Feier findet jedoch, wie wir dann dort erfuhren, erst am zweiten Wochenende statt. Dass sich meine Erwartungen unter dem Aspekt leider nicht erfüllt haben, ist aber keineswegs Grund die Reise nicht als lohnenswert, erlebnisreich und insgesamt eindrucksvoll zu bezeichnen. Statt der lebhaften Feier in Trujillo haben wir die meiste Zeit in dem kleinen Fischerdorf Huanchaco verbracht und die Möglichkeit genutzt mit unseren zwei peruanischen Insidern Trips zu den vielen archäologischen Stätten rund um Trujillo zu unternehmen. Continue reading…
Es ist wohl keine Binsenweisheit, dass auch die wahrhaftige Aufarbeitung der Vergangeheit eines Landes nicht nur hehrer Ziele und Absichtserklärungen bedarf, sondern vielmehr eines tatkräftigen Einschreitens für eine umfassende Aufklärung und Aussöhnung. Gerade weil sich solche Prozesse meist über Jahre hinziehen, ist das größte Problem oftmals der fehlende politische Wille die zuvor eifrig geleisteten Versprechungen auch tatsächlich in die Tat umzusetzen. Eben jener politische Wille wird momentan in Peru in Frage gestellt, denn der Staat hat dem Consejo de Reparaciones (CR) zwar nicht offiziell den Geldhahn zugedreht, lässt die finanziellen Mittel momentan aber so spärlich fließen, dass ab November nur noch ein Sechstel der Mitarbeiter seinen Dienst tun kann.
Es war schon eine seltsame Veranstaltung, die letztes Wochenende hier in Lima statt fand. Anders als in München, findet die peruanische Variante der Wies`n – das Oktoberfest Cusqueña – nämlich stets Mitte Oktober statt. Natürlich in wesentlich kleinerem Stil, nur von der Brauerei Cusqueña veranstaltet und mit starkem Latinoeinfluss. Continue reading…
Am Dienstag war es endlich so weit. Das bereits lang angekündigte und tagtäglich im Radio angepriesene Konzert der britischen Band Depeche Mode fand im Rahmen der Sounds Of The Universe Tour im Explanada Estadio Monumental Limas statt. Lange gezögert, habe ich mich Nachmittags spontan entschlossen mir noch eine der letzten Karten zu besorgen und wurde mit einer fantastischen Bühnenshow und einem Pirouetten drehenden Dave Gahan beglückt, dessen Stimme noch drei Tage später in meinem Kopf Enjoy The Silence singt.
Die eigentliche Überraschung kam dann erst die nächsten Tage in der peruanischen und deutschen Presse, die sich eine Diskussion darüber leisteten, ob sich Sänger Dave Gahan beim Abschied einen Fauxpas geleistet hat. Als Beweis wird ein Mitschnitt eines der auf Konzerten leider inzwischen überhandnehmenden Videonerds herangeführt: